Logistik Explorer 2009
Talsohle im Bereich Transport & Logistics scheint erreicht / Wer gehört zu den Gewinnern / Welche Erfolgshebel werden künftig eingesetzt
06.07.2009
Die Talsohle für die Logistik- und Transportbranche scheint durchschritten: Der im Rahmen der Messe „transport logistics 2009“ durch die Unternehmensberatung Prof. Homburg & Partner durchgeführte repräsentative „Logistik Explorer 2009“ macht deutlich, dass trotz der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise knapp 75 Prozent der befragten Geschäftsführer, Vorstände und leitenden Angestellten glauben, dass sich die wirtschaftliche Situation in den nächsten 12 Monaten über alle Teilbranchen hinweg deutlich verbessern könnte. Besonders im Schienengüterverkehr ist die derzeitige Stimmung mit 80 % negativer Beurteilungen im Vergleich zur Luftfracht, dem Straßengüterverkehr, den KEP-Diensten und der Kontraktlogistik aber schlecht.
Die Gewinner der fünf größten Branchen in den kommenden Monaten, wie die Studienleiter Dr. Thomas Lüers und Dr. Stefan Sambol bei der Vorstellung der Ergebnisse erläuterten, seien bei einem für 2010 übergreifend erwarteten Wachstum von ca. 5 % die Luftfracht, der Straßengüterverkehr und die Kontraktlogistik. Hier würden jeweils etwa 70 % der Befragten für das nächste Jahr „eher gute“ bis „sehr gute“ Wachstumspotentiale sehen. Wie Dr. Lüers anmerkte, hänge der Straßengüterverkehr "an der Gesamtkonjunktur". Die Bewertung der Teilnehmer sei daher überraschend und kritisch zu sehen, da es hier eine "hohe Konkurrenz aus dem osteuropäischen Raum aufgrund der EU-Erweiterung" geben würde. Ebenso verhielte es sich bei der Luftfracht. Man sei gespannt, ob sich die Erwartungen der Befragten auch erfüllten.
Bei den KEP-Diensten und im Schienengüterverkehr zeige sich die Stimmung zwar ausgewogen, aber eher unklar – langfristig bis ins Jahr 2015 erwarteten die Teilnehmer der Studie aber ein ca. 14%-iges Wachstum über die gesamte Transport & Logistik hinweg. Die Logistik bleibe, schätzte Dr. Lüers, weiterhin ein Wachstumsmarkt aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Entwicklungen im Bereich des E-Commerce und des Versandhandels, aufgrund einer zunehmenden Arbeitsteilung innerhalb der Weltwirtschaft und wegen der immer noch stark boomenden Wachstumsmärkte China und Indien.
Gerade in der Kontraktlogistik lägen nach Ansicht der Teilnehmer ebenso wie in der Luftfracht und der Seefracht die größten Wachstumsfelder wegen zukünftiger Kosteneinsparpotentiale der Unternehmen durch Outsourcing.
Gründe dafür sah Dr. Lüers zum einen darin, dass die "Luft-/Seefracht an der Weltkonjunktur" hängen würden sowie an der "zunehmenden Arbeitsteilung und der Entwicklung der neuen Märkte in Indien und Asien". Sobald die Konjunktur dort wieder anziehe, profitiere davon auch die Luft- und Seefracht. Zum anderen im "Contracting", das sich als ein langfristiges Wachstumsfeld darstelle: Durch zunehmende Arbeitsteilung und dem Trend zur Flexibilisierung der Produktion und Logistikkosten sowie aufgrund des Trends zur Spezialisierung entstehe hier langfristig ein Bedarf für hoch spezialisierte Logistikangebote. Es sei aber zu beobachten, erklärte der langjährige Logistikexperte, dass ein solches Wachstumsfeld wie das des "Contracting" sehr schwierig erschlossen werden könne. Auch habe sich dieses Feld in der Vergangenheit bei vielen Unternehmen nicht so erfolgreich entwickelt wie anfangs noch prognostiziert.
Auffallend sei, fügte Dr. Sambol bei seinen Ausführungen an, dass sich in allen Teilbranchen ein Trend hin zur Stärkung der Kundenorientierung (Kundenzufriedenheit und -loyalität) und Professionalisierung der Preis- und Konditionensysteme abzeichne. Diese Bereiche würden als Erfolgshebel angesehen. Vor allem beim Thema Pricing und Reorganisation der Vertriebsstruktur werde in der aktuellen wirtschaftlichen Situation ein besonders hoher Handlungsbedarf erwartet. Dies zeige, so Dr. Sambol, wie wenig der Vertrieb "in der Branche angekommen" sei. Bereits jetzt könne man erkennen, dass mit zunehmender Professionalisierung im Vertrieb und steigendem Wettbewerb in der Branche die Reorganisation des Vertriebsbereichs ganz oben auf der Aufgabenliste der wichtigsten Unternehmen stehe. Die Festlegung der richtigen Preise und optimalen Konditionen werde im Vertrieb zukünftig deshalb so bedeutsam, weil "in der Vergangenheit eine Margenerosion durch Überkapazitäten" zu verzeichnen gewesen sei, so beispielsweise bei der Luftfracht oder im Straßenverkehr. "Vielfach historisch gewachsene Preissysteme", folgerte Dr. Sambol, müssten nun neu justiert werden.
Zu den zahlreichen Detailergebnissen in den einzelnen Teilbranchen fragen Sie bitte Dr. Thomas Lüers oder Dr. Stefan Sambol.
Die Gewinner der fünf größten Branchen in den kommenden Monaten, wie die Studienleiter Dr. Thomas Lüers und Dr. Stefan Sambol bei der Vorstellung der Ergebnisse erläuterten, seien bei einem für 2010 übergreifend erwarteten Wachstum von ca. 5 % die Luftfracht, der Straßengüterverkehr und die Kontraktlogistik. Hier würden jeweils etwa 70 % der Befragten für das nächste Jahr „eher gute“ bis „sehr gute“ Wachstumspotentiale sehen. Wie Dr. Lüers anmerkte, hänge der Straßengüterverkehr "an der Gesamtkonjunktur". Die Bewertung der Teilnehmer sei daher überraschend und kritisch zu sehen, da es hier eine "hohe Konkurrenz aus dem osteuropäischen Raum aufgrund der EU-Erweiterung" geben würde. Ebenso verhielte es sich bei der Luftfracht. Man sei gespannt, ob sich die Erwartungen der Befragten auch erfüllten.
Bei den KEP-Diensten und im Schienengüterverkehr zeige sich die Stimmung zwar ausgewogen, aber eher unklar – langfristig bis ins Jahr 2015 erwarteten die Teilnehmer der Studie aber ein ca. 14%-iges Wachstum über die gesamte Transport & Logistik hinweg. Die Logistik bleibe, schätzte Dr. Lüers, weiterhin ein Wachstumsmarkt aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Entwicklungen im Bereich des E-Commerce und des Versandhandels, aufgrund einer zunehmenden Arbeitsteilung innerhalb der Weltwirtschaft und wegen der immer noch stark boomenden Wachstumsmärkte China und Indien.
Gerade in der Kontraktlogistik lägen nach Ansicht der Teilnehmer ebenso wie in der Luftfracht und der Seefracht die größten Wachstumsfelder wegen zukünftiger Kosteneinsparpotentiale der Unternehmen durch Outsourcing.
Gründe dafür sah Dr. Lüers zum einen darin, dass die "Luft-/Seefracht an der Weltkonjunktur" hängen würden sowie an der "zunehmenden Arbeitsteilung und der Entwicklung der neuen Märkte in Indien und Asien". Sobald die Konjunktur dort wieder anziehe, profitiere davon auch die Luft- und Seefracht. Zum anderen im "Contracting", das sich als ein langfristiges Wachstumsfeld darstelle: Durch zunehmende Arbeitsteilung und dem Trend zur Flexibilisierung der Produktion und Logistikkosten sowie aufgrund des Trends zur Spezialisierung entstehe hier langfristig ein Bedarf für hoch spezialisierte Logistikangebote. Es sei aber zu beobachten, erklärte der langjährige Logistikexperte, dass ein solches Wachstumsfeld wie das des "Contracting" sehr schwierig erschlossen werden könne. Auch habe sich dieses Feld in der Vergangenheit bei vielen Unternehmen nicht so erfolgreich entwickelt wie anfangs noch prognostiziert.
Auffallend sei, fügte Dr. Sambol bei seinen Ausführungen an, dass sich in allen Teilbranchen ein Trend hin zur Stärkung der Kundenorientierung (Kundenzufriedenheit und -loyalität) und Professionalisierung der Preis- und Konditionensysteme abzeichne. Diese Bereiche würden als Erfolgshebel angesehen. Vor allem beim Thema Pricing und Reorganisation der Vertriebsstruktur werde in der aktuellen wirtschaftlichen Situation ein besonders hoher Handlungsbedarf erwartet. Dies zeige, so Dr. Sambol, wie wenig der Vertrieb "in der Branche angekommen" sei. Bereits jetzt könne man erkennen, dass mit zunehmender Professionalisierung im Vertrieb und steigendem Wettbewerb in der Branche die Reorganisation des Vertriebsbereichs ganz oben auf der Aufgabenliste der wichtigsten Unternehmen stehe. Die Festlegung der richtigen Preise und optimalen Konditionen werde im Vertrieb zukünftig deshalb so bedeutsam, weil "in der Vergangenheit eine Margenerosion durch Überkapazitäten" zu verzeichnen gewesen sei, so beispielsweise bei der Luftfracht oder im Straßenverkehr. "Vielfach historisch gewachsene Preissysteme", folgerte Dr. Sambol, müssten nun neu justiert werden.
Zu den zahlreichen Detailergebnissen in den einzelnen Teilbranchen fragen Sie bitte Dr. Thomas Lüers oder Dr. Stefan Sambol.



