Power-Gen
22.06.2009
Gegen den im Maschinenbau vorherrschenden allgemeinen Abwärtstrend stemmen sich erfolgreich die Zulieferer der Energieerzeugungsbranche als zukunftsorientierter Teil der Industrie. Die durch Prof. Homburg & Partner für eine aktuelle Studie befragten 116 Unternehmen aus diesem Bereich, die über Zukunftsperspektiven und die Auswirkungen der Finanzkrise Auskunft gaben, zeigen sich selbstbewusst: Dieses und nächstes Jahr wird gerade im Mittelstand mit jeweils etwa 10 % ein dauerhaft hohes Wachstum erwartet. Im Gegensatz zu den Energieversorgern, die die Kraftwerke betreiben, bauen die Zulieferer der Energieerzeugungsbranche ganze Kraftwerke oder Teile davon wie Turbinen, Elektronik, Heizkessel oder Transformatoren. Die Firmen sehen in der Ende Mai durchgeführten Befragung im Gegensatz zu einer Vergleichsstudie von Ende 2008 den „Boden der Krise erreicht“. Kleinere Unternehmen mit weniger als 200 Mio. € Umsatz erwarten zudem in den westeuropäischen Märkten im Vergleich zu größeren Betrieben geringere Wachstumsraten; auf globaler Ebene jedoch ein deutlich höheres Wachstum als größere Wettbewerber − vor allem auf den Märkten in Indien, China, Russland und Osteuropa.
Sowohl in den USA als auch in Europa sieht die Studie ein mit 8,9 % für 2009 und 11,4 % für 2010 starkes Wachstum: Die Studienleiter bei Prof. Homburg & Partner, Rolf Kunold und Sebastian Bartz, sehen die Energieerzeugungsbranche in einer Sonderstellung: Strom und Wärme, so beide Maschinenbauexperten unisono, seien essentielle Güter und deckten einen ständig benötigten Grundbedarf ab. Die Antworten der Unternehmen bestätigten einen durch die gegenwärtige Krise entstandenen starken Preisdruck, es komme aber in der Branche eher zu Auftragsverschiebungen denn zu Auftragsstornierungen. Firmen agierten derzeit bei notwendigen Investitionen noch unsicher und abwartend, wobei große Betriebe mit mehr als 200 Mio. € Umsatz die Effekte der Krise laut Studie signifikant höher einschätzten als kleinere Unternehmen. Vor allem besonders vom Abschwung betroffene Industriezweige wie die Chemie oder der Stahl wiesen eine geringere Energienachfrage auf, was durch eine sinkende Produktion oder die Schließung von Erzeugungsstätten erklärbar sei.
Interessante Ergebnisse präsentiert die Studie beim Thema „Energiemix“: Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen am Gesamtmix (ohne Wasserkraft) wird sich innerhalb der EU von 6 % im Jahr 2007 auf 15 % 2020 nahezu verdreifachen und in den USA von 8 % im Jahr 2008 auf ebenfalls 15 % immerhin noch verdoppeln. Die Steigerung in Nordamerika, vermerken die Studienleiter, falle trotz „jüngster, hoher Investitionsneigung in erneuerbare Energiequellen in den USA“ damit schwächer aus als in der EU.
Mit größtem Abstand und wenig überraschend nannten die befragten Unternehmen Wind (88 %) und Solar (66 %) im Bereich der erneuerbaren Energien als die bedeutendsten Technologien für die nächsten 5 Jahre. Danach folgen Biomasse (37 %) und Wasser (30 %). Wie Kunold anmerkt, würden sich damit „für die Windkraft- und Solarbranche glänzende Aussichten“ ergeben. Das hohe Wachstum bei den erneuerbaren Energien finde vor allem in diesen Bereichen statt.
In jedem Falle zeige die aktuelle Untersuchung, dass sich die Branche in den nächsten 3 Jahren auf die wichtigsten Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum konzentrieren werde, um auch weiterhin die glänzenden Zukunftsprognosen erfüllen zu können: 40 % hätten die eigene Innovationsfähigkeit, 22 % die Gestaltung der Preise und 18 % das Key Account Management, also die Betreuung der wichtigsten Großkunden, als entscheidend für den Markterfolg benannt. Zwischen Europa und den USA gebe es hierbei, wie Kunold und Bartz betonen, keinerlei Unterschiede, da „globale Unternehmen mit global ähnlichen Herausforderungen“ kämpfen würden. Gerade im Innovationsprozess ergäben sich, so beide Experten weiter, durch systematisches Einbeziehen der Kundenperspektive vor dem Hintergrund der Marktsituation auf beiden Seiten des Kontinents erhebliche Potentiale zur Kosteneinsparung mit mittel- und langfristig positiven Effekten auf den Unternehmensgewinn.
Gegen den im Maschinenbau vorherrschenden allgemeinen Abwärtstrend stemmen sich erfolgreich die Zulieferer der Energieerzeugungsbranche als zukunftsorientierter Teil der Industrie. Die durch Prof. Homburg & Partner für eine aktuelle Studie befragten 116 Unternehmen aus diesem Bereich, die über Zukunftsperspektiven und die Auswirkungen der Finanzkrise Auskunft gaben, zeigen sich selbstbewusst: Dieses und nächstes Jahr wird gerade im Mittelstand mit jeweils etwa 10 % ein dauerhaft hohes Wachstum erwartet. Im Gegensatz zu den Energieversorgern, die die Kraftwerke betreiben, bauen die Zulieferer der Energieerzeugungsbranche ganze Kraftwerke oder Teile davon wie Turbinen, Elektronik, Heizkessel oder Transformatoren. Die Firmen sehen in der Ende Mai durchgeführten Befragung im Gegensatz zu einer Vergleichsstudie von Ende 2008 den „Boden der Krise erreicht“. Kleinere Unternehmen mit weniger als 200 Mio. € Umsatz erwarten zudem in den westeuropäischen Märkten im Vergleich zu größeren Betrieben geringere Wachstumsraten; auf globaler Ebene jedoch ein deutlich höheres Wachstum als größere Wettbewerber − vor allem auf den Märkten in Indien, China, Russland und Osteuropa.
Sowohl in den USA als auch in Europa sieht die Studie ein mit 8,9 % für 2009 und 11,4 % für 2010 starkes Wachstum: Die Studienleiter bei Prof. Homburg & Partner, Rolf Kunold und Sebastian Bartz, sehen die Energieerzeugungsbranche in einer Sonderstellung: Strom und Wärme, so beide Maschinenbauexperten unisono, seien essentielle Güter und deckten einen ständig benötigten Grundbedarf ab. Die Antworten der Unternehmen bestätigten einen durch die gegenwärtige Krise entstandenen starken Preisdruck, es komme aber in der Branche eher zu Auftragsverschiebungen denn zu Auftragsstornierungen. Firmen agierten derzeit bei notwendigen Investitionen noch unsicher und abwartend, wobei große Betriebe mit mehr als 200 Mio. € Umsatz die Effekte der Krise laut Studie signifikant höher einschätzten als kleinere Unternehmen. Vor allem besonders vom Abschwung betroffene Industriezweige wie die Chemie oder der Stahl wiesen eine geringere Energienachfrage auf, was durch eine sinkende Produktion oder die Schließung von Erzeugungsstätten erklärbar sei.
Interessante Ergebnisse präsentiert die Studie beim Thema „Energiemix“: Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen am Gesamtmix (ohne Wasserkraft) wird sich innerhalb der EU von 6 % im Jahr 2007 auf 15 % 2020 nahezu verdreifachen und in den USA von 8 % im Jahr 2008 auf ebenfalls 15 % immerhin noch verdoppeln. Die Steigerung in Nordamerika, vermerken die Studienleiter, falle trotz „jüngster, hoher Investitionsneigung in erneuerbare Energiequellen in den USA“ damit schwächer aus als in der EU.
Mit größtem Abstand und wenig überraschend nannten die befragten Unternehmen Wind (88 %) und Solar (66 %) im Bereich der erneuerbaren Energien als die bedeutendsten Technologien für die nächsten 5 Jahre. Danach folgen Biomasse (37 %) und Wasser (30 %). Wie Kunold anmerkt, würden sich damit „für die Windkraft- und Solarbranche glänzende Aussichten“ ergeben. Das hohe Wachstum bei den erneuerbaren Energien finde vor allem in diesen Bereichen statt.
In jedem Falle zeige die aktuelle Untersuchung, dass sich die Branche in den nächsten 3 Jahren auf die wichtigsten Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum konzentrieren werde, um auch weiterhin die glänzenden Zukunftsprognosen erfüllen zu können: 40 % hätten die eigene Innovationsfähigkeit, 22 % die Gestaltung der Preise und 18 % das Key Account Management, also die Betreuung der wichtigsten Großkunden, als entscheidend für den Markterfolg benannt. Zwischen Europa und den USA gebe es hierbei, wie Kunold und Bartz betonen, keinerlei Unterschiede, da „globale Unternehmen mit global ähnlichen Herausforderungen“ kämpfen würden. Gerade im Innovationsprozess ergäben sich, so beide Experten weiter, durch systematisches Einbeziehen der Kundenperspektive vor dem Hintergrund der Marktsituation auf beiden Seiten des Kontinents erhebliche Potentiale zur Kosteneinsparung mit mittel- und langfristig positiven Effekten auf den Unternehmensgewinn.



