Study
15.04.2008
Die Zahl der Angebote im Gasmarkt hat seit dem Einstieg von Novagas, Nuon oder E-wie-Einfach stetig zugenommen. Bereits mehr als fünfzehn Anbieter sind im überregionalen Energiemarkt tätig. Doch haben trotz immenser Anstrengungen seitens der Politik und Öffentlichkeit bislang weniger als 1% der Haushalts- und Gewerbekunden ihren Anbieter gewechselt. Eine im ersten Quartal 2008 durch die Mannheimer Unternehmensberatung Prof. Homburg & Partner durchgeführte Kurzumfrage unter Entscheidungsträgern der Energiewirtschaft hat gezeigt, daß mehr als 50 Prozent der deutschen Energieversorger ins überregionale Marktgeschehen eingreifen wollen, wenn Gesetzgeber und Regulierungsbehörden vorhandene Wettbewerbshemmnisse abbauen.
Mittelfristig erwartet der Markt zumindest eine Verdopplung der Wettbewerbsintensität, so die beiden Leiter der Studie Dr. Thomas Lüers und Franziska Credo. Die Wechselquoten werden nach Einschätzung der Branchenexperten mittelfristig auf 5-10% steigen.
Die Studie zeigt aber auch, dass sich bislang insbesondere Stadtwerke und Regionalversorger mit überregionalen Aktivitäten zurückhalten. Um den neuen Anbietern die Chance zu geben, "ein aus Kundensicht attraktives Angebot zu unterbreiten", müsse das Zusammenspiel von "Gesetzgebung, Regulierung und Markt" die Rahmenbedingungen weiter verbessern. Daß gegenwärtig noch kein echter Wettbewerb bestünde, ist vor allem auf fehlende Standards im Markt, auf die Zurückhaltung der Kunden und unzureichende Gewinnaussichten zurückzuführen. Nach Auskunft der Branche seien die 5 stärksten Treiber des Wettbewerbs klare Marktregeln, eine Reduzierung der Marktgebiete, die Erhöhung der Liquidität an der Börse, die Etablierung von Gas-Hubs sowie attraktive Margen. Entsprechend werden als wichtigste Hausaufgabe der Regulierung von allen Befragten die Zusammenlegung der Marktgebiete und eine Vereinheitlichung der Standards angesehen.
Selbstverständlich, so Dr. Lüers, seien mittel- und langfristig auch Margenpotenziale als Anreiz für Unternehmen, sich im Markt zu engagieren, vonnöten. Dies habe die Forderung nach einem Rohertrag von mindestens 70 € je Kunde bei der Umfrage gezeigt. Denn: Nur, wenn sich der "Kampf der Wettbewerber" um die Privathaushalte auch lohne, würden "neue Anbieter in den Gas-zu Gas-Wettbewerb eintreten". Aktuelle Auswertungen von Endkundenpreisen und Netzgebieten zeigten, wie Credo anmerkt, dass in vielen Versorgungsgebieten ein teilweise erheblicher Preisspielraum möglich sei. Allerdings nur, schränkt die Energiespezialistin ein, sofern die Beschaffung auf wettbewerbsfähigem Niveau liege. Aktuell ließen sich mit einer Beschaffung von 3 Ct/kWh bei einem Kunden mit 20.000 kWh/a und Preisen auf Sondervertragsniveau der Ortsversorger Rohmargen von durchschnittlich 100 Euro je Kunde erwirtschaften. Sei dies der Fall, würden mehr als die Hälfte der Energieversorger nicht nur regional, sondern auch überregional investieren.
Mehr zum Thema erfahren Sie, indem Sie Frau Credo oder Herrn Dr. Lüers kontaktieren.
Die Zahl der Angebote im Gasmarkt hat seit dem Einstieg von Novagas, Nuon oder E-wie-Einfach stetig zugenommen. Bereits mehr als fünfzehn Anbieter sind im überregionalen Energiemarkt tätig. Doch haben trotz immenser Anstrengungen seitens der Politik und Öffentlichkeit bislang weniger als 1% der Haushalts- und Gewerbekunden ihren Anbieter gewechselt. Eine im ersten Quartal 2008 durch die Mannheimer Unternehmensberatung Prof. Homburg & Partner durchgeführte Kurzumfrage unter Entscheidungsträgern der Energiewirtschaft hat gezeigt, daß mehr als 50 Prozent der deutschen Energieversorger ins überregionale Marktgeschehen eingreifen wollen, wenn Gesetzgeber und Regulierungsbehörden vorhandene Wettbewerbshemmnisse abbauen.
Mittelfristig erwartet der Markt zumindest eine Verdopplung der Wettbewerbsintensität, so die beiden Leiter der Studie Dr. Thomas Lüers und Franziska Credo. Die Wechselquoten werden nach Einschätzung der Branchenexperten mittelfristig auf 5-10% steigen.
Die Studie zeigt aber auch, dass sich bislang insbesondere Stadtwerke und Regionalversorger mit überregionalen Aktivitäten zurückhalten. Um den neuen Anbietern die Chance zu geben, "ein aus Kundensicht attraktives Angebot zu unterbreiten", müsse das Zusammenspiel von "Gesetzgebung, Regulierung und Markt" die Rahmenbedingungen weiter verbessern. Daß gegenwärtig noch kein echter Wettbewerb bestünde, ist vor allem auf fehlende Standards im Markt, auf die Zurückhaltung der Kunden und unzureichende Gewinnaussichten zurückzuführen. Nach Auskunft der Branche seien die 5 stärksten Treiber des Wettbewerbs klare Marktregeln, eine Reduzierung der Marktgebiete, die Erhöhung der Liquidität an der Börse, die Etablierung von Gas-Hubs sowie attraktive Margen. Entsprechend werden als wichtigste Hausaufgabe der Regulierung von allen Befragten die Zusammenlegung der Marktgebiete und eine Vereinheitlichung der Standards angesehen.
Selbstverständlich, so Dr. Lüers, seien mittel- und langfristig auch Margenpotenziale als Anreiz für Unternehmen, sich im Markt zu engagieren, vonnöten. Dies habe die Forderung nach einem Rohertrag von mindestens 70 € je Kunde bei der Umfrage gezeigt. Denn: Nur, wenn sich der "Kampf der Wettbewerber" um die Privathaushalte auch lohne, würden "neue Anbieter in den Gas-zu Gas-Wettbewerb eintreten". Aktuelle Auswertungen von Endkundenpreisen und Netzgebieten zeigten, wie Credo anmerkt, dass in vielen Versorgungsgebieten ein teilweise erheblicher Preisspielraum möglich sei. Allerdings nur, schränkt die Energiespezialistin ein, sofern die Beschaffung auf wettbewerbsfähigem Niveau liege. Aktuell ließen sich mit einer Beschaffung von 3 Ct/kWh bei einem Kunden mit 20.000 kWh/a und Preisen auf Sondervertragsniveau der Ortsversorger Rohmargen von durchschnittlich 100 Euro je Kunde erwirtschaften. Sei dies der Fall, würden mehr als die Hälfte der Energieversorger nicht nur regional, sondern auch überregional investieren.
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