Gas-zu-Gas Studie
Prof. Homburg & Partner stellt Ergebnisse der Studie „Marktbarrieren und Erfolgsfaktoren im Gas-zu-Gas-Wettbewerb“ vor.
Der Wettbewerb im Gas-zu-Gas-Vertrieb hat in den vergangenen Jahren deutlich an Intensität gewonnen. Zu diesem Urteil kommen 86 Entscheidungsträger und Marktexperten,die von Prof. Homburg & Partner im Oktober und November 2009 über deren Einschätzung der Entwicklung des Gas-zu-Gas-Wettbewerbs um Haushalts- und Gewerbekunden befragt wurden. Nur noch 25 Prozent der Befragten halten die Wettbewerbsintensität aktuell für sehr niedrig oder niedrig und nur noch fünf Prozent erwarten, dass dies in drei Jahren noch so bleiben wird.
Der verstärkte Wettbewerb zeigt sich vor allem in der zunehmenden Anzahl der Anbieter, der
Wechselquote sowie der Kundenverluste. Nach Angaben von Studienleiterin Franziska Credo können Privatkunden im Durchschnitt aus 17 Angeboten wählen, von welchem Anbieter sie sich mit Gas beliefern lassen wollen. Auch der Trend zur Überregionalisierung geht weiter. Bereits mehr als die Hälfte der befragten Energieversorger sind überregional tätig, weitere 25 Prozent haben dies in naher Zukunft vor. Über 70 Prozent aller Anbieter haben dabei im ersten Jahr nicht mehr als 5000 Neukunden dazu gewonnen. Der Anteil der Kunden, die ihren Anbieter im Jahre 2009 gewechselt haben, wird von den Befragten auf vier Prozent geschätzt, vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei unter einem Prozent. In drei Jahren wird erwartet, dass bereits jeder neunte Kunde seinen Anbieter gewechselt haben wird. Die Experten von Prof. Homburg & Partner schätzen, dass sich dieser Anteil bis ins Jahr 2015 auf über 15 Prozent erhöht haben wird. Im Weiteren wurden von den Befragten eine Verbesserung des regulatorischen Umfelds sowie zunehmende vertriebliche Herausforderungen im Gas-zu-Gas-Wettbewerb konstatiert, bei dem beachtet werden muss, dass sich für die Versorger eine Akquisition nur dann dauerhaft rechnet, wenn ein Rohertrag von 64 Euro für jeden Neukunden erreicht wird.
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