Graumarkt

Als Graumarkt wird eine im juristischen Sinne legale, aber für Unternehmen unerwünschte Form der Ausnutzung von Preisdifferenzen zwischen territorialen Grenzen bezeichnet.

Besonders Hersteller von höherwertigen Produkten wie Automobilen oder Luxusartikeln sehen sich dem Problem von Graumärkten ausgesetzt. Ein Graumarkt kommt dann zustande, wenn Produkte innerhalb eines Landes günstiger zu beschaffen sind als in einem angrenzenden oder naheliegenden Land. Das Auftreten des Internets hat viele neue Graumärkte geschaffen, da Produkte einfach aus einem Land mit geringeren Preisen vertrieben werden können. Es existieren im Wesentlichen drei mögliche Formen des Graumarkts.

  1. Beim Reimport werden Produkte, die im Ausland günstiger angeboten werden zurück ins Stammland importiert.
  2. Beim Parallelimport importiert der Händler die Produkte aus dem günstigeren Stammland ins eigene Land.
  3. Beim lateralen Import bezieht der Händler die Produkte aus einem günstigeren Exportland in das eigene Exportland.

Eine Strategie zur Vorbeugung von Graumärkten ist die Schaffung eines Preiskorridors.

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