Studie nennt zentrale Herausforderungen und Maßnahmen in der Prozessindustrie

Mannheim, 29. September 2015. Die international tätige Managementberatung Homburg & Partner hat eine Umfrage unter knapp 60 Führungskräften im Rahmen der Achema, Weltforum und internationale Leitmesse der Prozessindustrie, in Frankfurt am Main durchgeführt.

Im Mittelpunkt der Studie standen die aktuelle Geschäftslage und die erwartete Geschäftsentwicklung sowie aktuelle Herausforderungen und Maßnahmen in der Branche. Darüber hinaus wurde nach den zentralen Erfolgsfaktoren im Marketing und Vertrieb gefragt.

Etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (52%) ist mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation zufrieden, während 71% der Befragten die zukünftige Geschäftsentwicklung sehr optimistisch beurteilen. Insbesondere kleinere Unternehmen (Umsatz bis zu 100 Mio. €) haben sehr positive Erwartungen an die Geschäftsentwicklung der nächsten sechs Monate (73%). Keines der befragten Unternehmen sieht die gegenwärtige oder zukünftige Geschäftslage als sehr negativ an.

Trotz der optimistischen Stimmungslage sehen die Befragten großen Nachholbedarf im Marketing und Vertrieb. Ausbau und Bindung von Vertriebspartnern, Sicherung der Kundenorientierung und -loyalität, sowie Preismanagement sind die bedeutendsten Erfolgsfaktoren. Darüber hinaus stehen auch Themenfelder wie Suche nach neuen Vertriebswegen (Direkt, Online) und After-Sales-Services im Fokus der Unternehmen.

Bezüglich konkreter Maßnahmen sind vor allem Kundenanalysen wie Zufriedenheits- und Loyalitätsmessungen (61%) sowie Preismanagement in Form von Optimierung der Rabatt- und Konditionensysteme (53%) bereits in Umsetzung. Auch Vertriebsmanagement wird von 42% der befragten Unternehmen bereits aktiv betrieben, wobei die Vertriebsstruktur und -prozesse im Vordergrund stehen. Themen im Bereich Digitale Transformation, beispielsweise Vermarktungs- und Pricing-Konzepte ‚smarter‘ Produkte und Services, sind trotz ihrer hohen Relevanz und direkten Auswirkung auf das gesamte Geschäftsmodell bei 45% der Befragten noch nicht in Planung.

Vitali Kasmil, Principal bei Homburg & Partner sieht hier deutsche Anlagen- und Maschinenbauer verstärkt in der Pflicht:„Die vergangenen Jahre waren geprägt von verhaltenen Innovationen und Kostensenkungsprogrammen. Unternehmen, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, müssen mit ‚smarten‘ Produkten ihre Wertschöpfung und Geschäftsmodelle optimieren – und dafür die Anforderungen ihrer Kunden genau verstehen“, so Kasmil.